Christliche Erziehung:
Jeder Mensch hat das Recht, in Glaubensfragen seine eigene Entscheidung zu treffen. Daher werden wir die jeweiligen religiösen Haltungen von Kindern und ihren Familien respektieren und achten.
Das enthebt uns aber nicht der Verpflichtung, Fragen nach Sinn, nach Werten und Glaube bewußt auch mit Kindergartenkindern zu behandeln. Zum einen leben wir in einem christlich geprägten Land (Bsp.: Landesverfassung) und zum anderen sind Fragen nach Religion und Sinn derart grundlegende Menschheitsfragen, dass sie nicht aus dem gemeinsamen Leben von Menschen ausgegrenzt werden dürfen.
Daher erzählen wir biblische Geschichten aus dem alten und neuen Testament, singen auch Lieder mit christlichen Inhalten, beten mit den Kindern (z.B. vor dem Essen) und philosophieren mit ihnen über Fragen des menschlichen Lebens und Glaubens.
Für uns Erzieherinnen ist der Glaube an Gott, der Glaube an Jesus Christus, eine Quelle der Geborgenheit und zugleich eine Hilfe zur Orientierung.


Altersnahe Gruppen:

Mit dem Herbst 2009 wurden in unserer Kindertageseinrichtung altersnahe Gruppen eingeführt. Das bedeutet, dass jeweils zwei künftige Schuljahrgänge zusammen betreut werden: Die Jüngsten in der „Roten Gruppe“, mit festen Gruppenstrukturen, wiederkehrenden Ritualen, einfachen Spielen und Liedern und der Möglichkeit, viele Grunderfahrungen zu machen. Die Älteren dagegen treffen sich in der „Blauen Gruppe“, nutzen aber mehrere Räume im Haus (Prinzip „Offenes Haus“), sind viel unterwegs in Dorf und Umgebung, haben die Möglichkeit, Interessen zu vertiefen und bei vielem mit zu entscheiden. So erhalten die Jüngsten die Sicherheit, die ihnen eine gute Entwicklung ermöglicht, während die Älteren stetig ihren Erfahrungsradius erweitern und immer selbstverantwortlicher handeln.


Nachmittage:
Zur Zeit haben wir an vier Nachmittagen geöffnet. In dieser Zeit treffen sich alle Kinder in  der „Blauen Gruppe“, wo sie von zwei Erzieherinnen betreut werden. Oft gibt es ein Angebot (Klanggeschichte Bastelarbeit, Turneinheit…), an dem die Kinder teilnehmen können. Gegen 15.30 Uhr finden sich die Kinder zu einem Stuhlkreis, trinken etwas, knabbern eine Kleinigkeit (Obst, Kekse…) und lassen den Nachmittag mit einem Spiel oder einer Geschichte ausklingen.

Ganztagsbetreuung:
Eltern können ihr Kind auch ganztags, zwischen 7.00 Uhr und 16.30 Uhr, in unserem Kindergarten betreuen lassen. Es besteht die Möglichkeit, ein warmes Essen zu kaufen. Auch Schlafmöglichkeiten (insbesondere für die jüngeren Kinder) stehen bereit. Wer die durchgängige Betreuung nur an einzelnen Wochentagen, ergänzend zum normalen Kindergartenvertrag, benötigt, kann auch einzelne Wochentage zubuchen. So wäre das Kind zum Beispiel montags, dienstags und freitags zu den Kindergartenöffnungszeiten da, während es mittwochs und donnerstags durchgehend bleibt.


„Bären“-Aktivitäten:

Die „Bären“ sind der Jahrgang, der im kommenden Schuljahr die Schule besuchen wird.
Mit diesem Kindern wird vierzehntägig in der Reußensteinhalle geturnt. Außerdem finden vierzehntägige „Bärenmorgen“ statt, an denen die Kinder altergemäß gefördert werden, sich endgültig als künftige Klassenkameraden wahrnehmen sollen und hin und wieder Besuch von der Kooperationslehrerin erhalten.
In der zweiten Jahreshälfte werden die „Bären“ in die Grundschule eingeladen, um in den Schulunterricht hineinschnuppern zu können und das Schulgebäude kennen zu lernen. Höhepunkt des letzten Kindergartenjahres ist die „Bärenwoche“ (im Sommer), in der die „Bären“ sich täglich für mehrere Stunden treffen, um ein selbstgewähltes Thema in Kleingruppen näher zu erarbeiten. Ein Ausflug, passend zum Thema der Bärenwoche, rundet diese beeindruckende Woche ab. Auch das darauffolgende Abschiedsfest der „Bären“ steht unter dem thematischen Motto der „Bärenwoche“.
„Füchse“-Tag:
Wenn die „Bären“ gemeinsam unterwegs sind und altersspezifisch gefördert werden, dann ist zugleich auch „Füchse-Tag“. So können auch die Kinder, die noch circa zwei Kindergartenjahre vor sich haben, altersgemäß gefördert werden, Gleichaltrige bewußt wahrnehmen, ihre Interessen verfolgen und die Aufmerksamkeit der Erzieherinnen genießen. Auch für sie gibt es vierzehntägig einen Turntag. Der findet aber im Kindergarten statt.

Turnen/Rhythmik:
Die Bewegungserziehung ist uns wichtig. Daher hat jede Gruppe einen Wochentag, an dem die Kindergartenturnhalle für sie „reserviert“ ist: Vom Laufspiel über Rhythmik, vom Turnen mit einfachen Geräten bis zum Tanz findet, im Laufe der Wochen, alles seinen Platz. Aber auch außerhalb dieser Termine werden Turnhalle und Außenspielbereich, mit ihren vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten, oft genutzt.
„Faustlos“:
Da die hiesige Grundschule das „faustlos“-Projekt zur gewaltfreien Konfliktbewältigung praktiziert, haben auch wir uns entsprechend fortgebildet und die entsprechenden „faustlos“-Materialien für den Kindergarten angeschafft. Mit den künftigen Erstklässlern werden (im Laufe des letzten Kindergartenjahres) die entsprechenden Konfliktstrategien besprochen und eingeübt.
Sprachförderung:
Eine Erzieherin hat die Aufgabe, die Sprachentwicklung der letzten beiden Jahrgänge zu beobachten und mit Kindern, die Defizite haben, spielerisch zu üben. Die Erweiterung des Wortschatzes und der Mut, vor anderen zu sprechen, sind Ziel dieser Arbeit.
Logopädische Probleme (lispeln, stottern…) können im Kindergarten natürlich nicht behoben werden.