Was steckt hinter dem Wort “Diakoniefonds”?

Zeit für Gespräche und persönliche Begleitung ist in den Gebührensätzen der Kranken- und Pflegekassen nicht enthalten. Hier wird nicht unterschieden zwischen der rüstigen älteren Dame, die einen Wundverband benötigt und einer schwer krebskranken jungen Mutter, die eine Infusion zur parenteralen Ernährung ( eine Form der künstlichen Ernährung, bei der der Verdauungstrakt umgangen wird) benötigt. Beide Leistungen werden gleich mit rund 17,00 € vergütet, Wegezeiten und Zeiten für Dokumentation und Organisation eingerechnet. Die Mitarbeitenden in Einsätzen bei schwer kranken Menschen aber brauchen Zeit. Zeit für ein persönliches, stärkendes Gespräch und andere stützende Maßnahmen.
Deshalb wurde der Diakonie-Fonds ins Leben gerufen. ln diesen sollen Spendengelder, dafür bestimmte Opfer und weitere Drittmittel, z.B. Geldgeschenke anlässlich eines Geburtstages oder auch Vermächtnisse fließen. Ebenso unterstützen die Krankenpflegevereine mit einem Teil ihrer Mitgliedsbeiträge diese wichtige Arbeit.
Die Gelder aus dem Diakonie-Fonds stehen der Diakoniestation dann für die Versorgung von Menschen in schwierigen Lebenslagen zur Verfügung, so auch unser Opfer am 7. Oktober.