Immer noch ist Krieg in der Ukraine – Was können wir vor Ort und als Kirche tun?

Immer noch ist Krieg in der Ukraine – Was können wir vor Ort und als Kirche tun?

Patinnen und Paten und Unterstützung für das Erlernen der deutschen Sprache gesucht!

Sprache ist das wichtigste Mittel, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Sprache ist der Schlüssel für alle Lebensbereiche. Das soziale Miteinander benötigt die Sprache für Austausch und Verständigung. Sprachkenntnisse sind wichtig, um Gefühle ausdrücken und die Gefühle anderer Menschen verstehen zu können.

Dies gilt für Erwachsene und für Kinder. Kleinkinder und Kindergartenkinder lernen die deutsche Sprache durch das sogenannte „Sprachbad“ oft beiläufig, spielerisch und leicht. Wenn Kinder in die Schule kommen, ist Deutsch für alle Fächer Voraussetzung. Selbst in Mathematik sind Deutschkenntnisse elementar. Kinder, die im (Grund)schulalter zu uns nach Deutschland kommen, hatten dieses „Sprachbad“ nicht. Um in der Schule jedoch Anschluss und Lernerfolge zu haben, ist die Sprache und vor allen Dingen der Wortschatz am aller- wichtigsten.

Große Schulen in Regionen mit höherem Anteil an zugewanderten Kindern erhalten Sprachförderressourcen. Es gibt dort spezielle Vorbereitungsklassen, in denen Kinder aus allen Ländern zunächst Deutsch lernen und dann nach und nach in die Regelklassen integriert werden.

Die Grundschule Neidlingen hat aufgrund des bisher geringen Bedarfs keinerlei Ressourcen und Stunden zur Sprachförderung zur Verfügung. Auch im nächsten Schuljahr werden wir keine zusätzlichen Stunden erhalten. Bei uns sind alle Kinder ihrem Alter entsprechend in den Regelklassen. Die einzige Möglichkeit, wie wir diesen Kindern Sprachaufbau ermöglichen können, sind ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die mit den Kindern gezielt Wortschatz aufbauen und Satzstrukturen einüben.

Bislang sind bei uns zwei Kinder aus Afghanistan, für die wir dringend Hilfe beim Erlernen der deutschen Sprache benötigen. Wenn ukrainische Kinder zu uns kommen, wird sich der Bedarf erhöhen. Mit dem Fachwissen der Lehrerinnen und vorhandenen speziellen Unterrichtsmaterialien stehen wir gerne zur Seite. Auch Räumlichkeiten zur Sprachförderung von Kindern oder für Deutschkurse für die Mütter können wir bieten. Gefragt und dringend gebraucht sind helfende Hände, egal ob mit oder ohne Vorqualifikation.

Melden Sie sich gerne unter maren.spachmann@gs-neidlingen.de oder 07023/4725 bei mir in der Grundschule. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Maren Spachmann, Rektorin

Patinnen und Paten gesucht

Immer mehr geflüchtete Menschen kommen auch in Neidlingen an.

Wir sind sehr froh, dass sie den Krieg hinter sich lassen konnten und suchen nun Menschen, die sich vorstellen können, diese Menschen zu begleiten. Geflüchtete brauchen Unterstützung, um hier in Neidlingen gut anzukommen. Eine Patin oder ein Pate ist dabei eine Art Vermittler und kann den Geflüchteten helfen, sich hier zurecht zu finden. Er oder sie kann beispielsweise helfen bei der Suche nach einem Arzt/einer Ärztin, bei Interesse sich in einem Verein zu beteiligen oder bei Behördengängen unterstützen.

Wir sind sehr dankbar, dass sich einige Familien und Einzelpersonen bereit erklärt haben, geflüchteten Menschen Wohnraum zur Verfügung zu stellen und wollen diese durch die Patenschaftsbegleitung unterstützen, damit die Begleitung der geflüchteten Menschen sich auf mehre Schultern verteilt.

Bei Interesse und Fragen können Sie sich gerne an das Pfarramt Neidlingen (pfarramt.neidlingen@elkw.de Tel. 07023- 909350) wenden.

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung und Unterstützung!

Inga Kaltschnee und Ute Stolz

Immer noch ist Krieg in der Ukraine – Was tut die Landeskirche?

Wir rücken jetzt noch enger zusammen mit den Evangelischen Kirchen in Mittelosteuropa und bauen eine gemeinsame Unterstützung für die Geflüchteten auf. Wir nutzen dafür gemeindliche und andere partnerschaftliche Kontakte vor allem zu unserer Partnerkirche in die Slowakei und zu den Partnerkirchen des Gustav Adolf Werks (GAW) nutzen.

Die Türen nach Europa sind für die Geflüchtete aus der Ukraine offen. Jetzt kommt es auf uns an, Hilfen für sie vorzubereiten. Danke an alle, die schnell reagiert und mit Geld, Sachspenden oder mit Wohnraum spontan geholfen haben. Diese Hilfsbereitschaft ist überwältigend! Folgenden Text aus der Lutherischen Kirche Augsburger Bekenntnisses in Polen möchten wir gerne weitergeben:

„Unsere Trauer, Mitgefühl und ganze Aufmerksamkeit richtet sich jetzt an die Ukraine. … Danke für Eure Sorge, Verbundenheit und Gebete und die Solidarität mit der Ukraine.  Unsere Hoffnung liegt bei Gott.“

Unsere Landeskirche unterstützt über das Diakonische Werk Württemberg DWW die Geflüchteten, die zu uns gekommen sind und noch kommen. Für die Hilfe in den benachbarten Ländern stehen die Aktion Hoffnung für Osteuropa (Opfer am Karfreitag) und das Gustav Adolf Werk bereit. Alle drei Organisationen sind dankbar für Spenden, die dringend benötigt werden.

Spendenkonto der Diakonie-Katastrophenhilfe

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank eG
Verwendungszweck: Ukraine Krise

Spendenkonto des Gustav-Adolf-Werks Württemberg

IBAN: DE92 5206 0410 0003 6944 37
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank eG
Verwendungszweck: 0-581-21849 Ukraine-Nothilfe